Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

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Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 02. Mai 2013, 20:49:51

"Argumente" der eGK - Befürworter im Lichte des realen Lebens.

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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon DJ_rainbow » Sonntag, 05. Mai 2013, 13:16:06

Das Problem haben wir ja immer: Wer nichts zu verbergen und blablabla...

Was bei der Kassenstasi aber gern übersehen wird: Selbst wer jetzt (bei der Einführung) nichts zu verbergen hat, kann später - wenn die Infrastruktur steht - in die Verlegenheit kommen, etwas verbergen zu wollen / zu müssen. Nur ist es dann zu spät...
Niemand hat die Absicht, eine Kassenstasi zu errichten? Wer das glaubt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Disclaimer: http://kassenstasi-nein-danke.forumprofi.de/uservorstellung-f13/auf-los-geht-s-los--t2.html
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon GG146 » Montag, 06. Januar 2014, 09:39:58

Heute im ZDF - Morgenmagazin, der Parteienfunk erklärt die Gesundheitskarte:

Welche Vor- und Nachteile bietet die neue Gesundheitskarte? "Die Datenschutzprobleme sind vergleichsweise niedrig", erklärt Ilona Köster-Steinebach, Gesundheitsexpertin von der Verbraucherzentrale.


http://www.etwasverpasst.de/sendung/943 ... arte-.html
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon GG146 » Dienstag, 25. Februar 2014, 19:30:54

Jetzt ist für Kassen - Geheimdienstler auch der Weg zur Plünderung von Versicherten frei, die in dem ständigen Katz - und Maus - Spiel der Abrechnungsbetrüger und Versicherungssachbearbeiter zwischen die Fronten geraten:

Nach diesem aktuellen Urteil können Krankenkassen die Versicherten für fehlerhafte Abrechnungen von Behandlungskosten haftbar machen:

Amtsgericht München, Urteil vom 04.07.2013 - 282 C 28161/12

Arzt rechnet nicht erbrachte Leitungen ab - Prüfungspflicht von privat Versicherten

(...)

Hat der Versicherungsnehmer auch nur leicht fahrlässig nicht bemerkt, dass in der Rechnung des Arztes Behandlungen abgerechnet sind, die tatsächlich nicht erbracht wurden, kann die Versicherung die Erstattungsleistungen dafür von ihm zurückverlangen.

(...)


http://www.rechtsindex.de/versicherungsrecht/4077-ag-muenchen-282-c-28161-12-arzt-rechnet-nicht-erbrachte-leitungen-ab-pruefungspflicht-von-privat-versicherten

Wie soll denn bitte schön "leichte Fahrlässigkeit" auf der Seite des Versichterten, der im Gegensatz zu dem Arzt und dem Sachbearbeiter der Versicherung die Gebührenordnung nicht kennt und nicht kennen muss, in der Praxis aussehen?

So wird doch die Verantwortung für die Folgen systemischer Mängel von den Schädigern auf die Geschädigten verschoben.

Zielführender wäre es, den sich zu ihren Gunsten verrechnenden Ärzten auch ohne Nachweis eines vorsätzlichen Betruges hohe (Vertrags-) Strafschadensersatzzahlungen aufzubrummen, so würden die Beitragszahler und die ehrlichen Ärzte wirklich entlastet.
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon schlau » Sonntag, 21. September 2014, 12:22:28

das kann man auch noch mit den gesundeitsdaten machen

https://netzpolitik.org/2014/151-000-pe ... ngsgefahr/

151.000 Personen sind polizeilich mit “Drogenkonsum” getaggt, andere mit “geisteskrank” oder “Ansteckungsgefahr”

...

Eine frühere Anfrage hatte ergeben, dass der Zuordnung eines PHW keine Verurteilung vorausgehen muss: Der Hinweis wird auch dann vergeben, wenn ein Ermittlungsverfahren eingestellt worden war. Es genüge laut dem Senat sogar der “begründete Anfangsverdacht”, dass eine entsprechende Straftat begangen werden könnte. Auch wenn also keine Straftaten in Sicht sind, darf weiter unter der Kategorie “Straftäter” gespeichert werden:
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon GG146 » Montag, 20. Juli 2015, 06:23:54

Der Kassenstasi wäre zwar ein Pakt mit dem Teufel zuzutrauen, aber da es den wahrscheinlich nicht gibt, werden wir mit den VT`lern als Verbündeten nicht viel anfangen können. :lol:

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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon schlau » Sonntag, 26. Juli 2015, 23:57:08

:shock:

Was sich nach einem Aprilscherz anhört, meint die gematik tatsächlich ernst, sagte der Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), Dirk Engling. Es werden neue riesige Datenberge angehäuft, ohne daß das Sicherheitskonzept zum Zugriff auf die medizinischen Daten bisher erprobt wurde. Ein Feldtest des Kommunikationssystems konnte aufgrund der fehlenden Ausschreibung gar nicht erfolgen. Jede Softwareklitsche leistet da bessere Arbeit, obwohl diese nicht über ein Milliardenbudget verfügt.


http://www.ccc.de/de/updates/2008/e-card-verkackt
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon GG146 » Mittwoch, 12. August 2015, 04:39:42

So etwas kann natürlich niiiiee wieder passieren ... :roll:

Holger Bleich

Editorial: Nichts zu verbergen?

Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs "Bevolkingsregister" gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

(...)


http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-17- ... 55486.html
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Re: Nichts zu verbergen? Verharmlosung und Realität

Beitragvon schlau » Samstag, 05. September 2015, 16:25:35

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