Abschaffung des Bargelds?

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Abschaffung des Bargelds?

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 04. Juni 2015, 16:26:52

Auf Facebook liest man nur scharfe Ablehnung des Plans:

Von Bofinger bis Rogoff

Damit sie Strafzinsen verhängen können: Diese Experten wollen uns das Bargeld wegnehmen

(...)

Zuletzt erntete der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger einen Sturm der Empörung als er im "Spiegel" für die Abschaffung des Bargelds plädierte: Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus ", sagte der Wirtschaftswissenschaftler. Auch Bofinger will mit der Abschaffung von Banknoten und Münzen ebenfalls "die Märkte für Schwarzarbeit und Drogen" austrocknen. Fast ein Drittel des Euro-Bargelds seien 500-Euro-Scheine - "fürs Einkaufen braucht die niemand, damit wickeln lichtscheue Gestalten ihre Geschäfte ab".

(...)


http://www.focus.de/finanzen/banken/von ... 21148.html

Bei dem Testlauf in Schweden haben aber fast alle Leute die Abschaffung des Bargelds geschluckt:

http://www.brandeins.de/archiv/2013/pri ... chsichtig/

Hierzulande wird es zwar Protest geben, der wird aber wahrscheinlich als Sturm im Wasserglas enden ...
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Re: Abschaffung des Bargelds?

Beitragvon GG146 » Dienstag, 17. Mai 2016, 16:20:39

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Bild

Nun ist es auch in Deutschland so weit: Als erstes Kreditinstitut führt die Commerzbank allgemeine Gebühren für die Nutzung ihrer EC-Karte ein. Das heißt im Klartext: Wer am Geldautomaten der eigenen Hausbank Geld abheben möchte, muss ab 1. August dafür zahlen. Wer bargeldlos im Supermarkt einkaufen möchte, muss dafür zahlen. Selbst wer nur seine Kontoauszüge bei der Bank holen will (die postalisch zugeschickt ansonsten was kosten), muss dafür zahlen.

Vor wenigen Jahren noch haben wir Steuerzahler der Commerzbank mit dutzenden Milliarden Euro den Arsch gerettet. Ausgerechnet eine der Banken, die gleichzeitig den Steuerzahler um Milliarden an Euro prellte*. Der deutsche Staat musste als Hauptaktionär mit in die Geschäfte der Commerzbank einsteigen. Die Bank wurde sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes teilverstaatlicht. Und der Dank dafür? Die Belastung unserer EC-Karten mit zusätzlichen Gebühren.

Da hilft nur eines: Beschwerde einreichen, in Widerspruch gehen. Und ansonsten das Kreditinstitut wechseln. Der Konsument ist kein Melkvieh, sondern bestimmt noch immer den Preis seiner Ware. Und keine Bank ist in ihrem Bestand tatsächlich systemrelevant. Das hat auch die Commerzbank noch zu lernen. Bestenfalls, bevor die anderen deutschen Banken von der Commerzbank lernen.


>> Warum hat der Staat nach der Rettung und der "Teilverstaatlichung" auf seinen Einfluss verzichtet? <<

Der Staat hat für den in die "Bad Banks" verschobenen Schrott ja noch nichts bezahlt, sondern ist erst einmal ins Risiko gegangen. Soweit es möglich ist, sollen die Banken später selbst für den Schaden aufkommen.

Dazu müssen sie natürlich ihre Kunden heftig schröpfen, und zwar mit kartellmäßig koordinierter und vom Staat abgeschirmter Gebührenschneiderei.

Die Kunden werden sich also weder durch Wechsel der Bank (wg. Kartell) noch durch Widerspruch bzw. Rechtsmittel wehren können, weil die deutsche Justiz in Fällen übergeordneter Staatsinteressen nicht unabhängig ist.
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