Gewalt in der Öffentlichkeit

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Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Mittwoch, 29. Januar 2014, 23:32:02

Na toll:

Urteil im Februar erwartet

Prozess um Daniel S.: Kein Mord und kein Totschlag

(...)

Wie der Vorsitzende Richter Joachim Grebe am Verdener Landgericht am Mittwoch verkündete, wird das Urteil wegen Körperverletzung mit Todesfolge nach Jugenstrafrecht gesprochen.

(...)


http://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/prozess-verden-daniel-kirchweyhe-kein-mord-kein-todschlag-3338787.html

Zur Erinnerung:

VOR DANIELS (†25) TOD BRÜLLTE DER SCHLÄGER:

Einer wird diese Nacht nicht überleben!

(...)

Dann soll der Angeklagte gerufen haben: „Er ist tot! Ich habe das Leben gefickt, er musste mit dem Leben bezahlen!“

(...)


http://www.bild.de/regional/berlin/prozess/start-gegen-killer-von-streitschlichter-daniel-in-verden-32334790.bild.html

Ich habe den Eindruck, dass da einer der Prozessbeteiligten unzurechnungsfähig sein könnte. Allerdings nicht der Angeklagte ...
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon DJ_rainbow » Dienstag, 04. Februar 2014, 23:32:37

Das war leider zu erwarten.

Den Angehörigen des Mordopfers gilt mein tief empfundenes Mitgefühl.
Niemand hat die Absicht, eine Kassenstasi zu errichten? Wer das glaubt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Disclaimer: http://kassenstasi-nein-danke.forumprofi.de/uservorstellung-f13/auf-los-geht-s-los--t2.html
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Montag, 31. März 2014, 21:44:37

Jetzt soll offenbar der Druck auf die Diskothekenbetreiber erhöht werden, den Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes zu entsprechen:

RASSISMUS

Serdar Yüksel : "Disco Prater ist leider kein Einzelfall"

(...)

Yüksel: Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde bereits ein wichtiges Instrument geschaffen. Dieses Gesetz verbietet Ungleichbehandlungen aufgrund der Ethnie, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder der sexuellen Identität. In Deutschland sind bereits mehrere Diskotheken zu Entschädigungszahlungen verklagt worden, da sie gegen das AGG verstoßen haben. Auch ein Hausverbot darf nur ausgesprochen werden, wenn die Person gegen Hausregeln verstoßen hat – wobei die entsprechenden Hausregeln einer Inhaltskontrolle durch das AGG unterliegen. Eine Abweisung nur aufgrund der Abstammung verstößt also gegen geltendes Recht.

(...)


http://www.derwesten.de/staedte/bochum/serdar-yueksel-disco-prater-ist-leider-kein-einzelfall-page3-id9181616.html

Ich habe allerdings große Zweifel, dass man der Spaltung der Gesellschaft dadurch entgegenwirken kann, dass Gerichte künftig Maßnahmen gegen die Hobbyschläger aus orientalischen Macho - Kulturen unterdrücken, aber weiterhin nicht wirksam gegen die ursprünglichen Aggressoren vorgehen.

Eher verschwinden die Diskotheken, weil die Partyszene auf private Clubs ausweicht. Die Spaltung der Gesellschaft wird dadurch nur vertieft.
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon schlau » Dienstag, 01. April 2014, 09:24:49

Eher verschwinden die Diskotheken, weil die Partyszene auf private Clubs ausweicht.


ich Glaube das auch
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon schlau » Donnerstag, 24. April 2014, 15:10:51

http://www.bild.de/regional/hamburg/pro ... .bild.html

ER SCHOSS EINEN RÄUBER († 16) IN DEN RÜCKEN

Rentner (80) weint
im Totschlag-Prozess


Arzt muss klären: Ist er überhaupt fit genug für die Verhandlung?



Vier mal hin und her bis der Prozess anfängt sowas hab ich noch nie gehört.

Die Staatsanwaltschaft Stade ging zunächst von Notwehr aus und stellte die Ermittlungen gegen B. ein – Beginn eines jahrelangen Tauziehens.

Die Familie des Toten erhob Beschwerde; neue Ermittlungen; dann doch erstmals Anklage gegen B. vor dem Landgericht Stade.

Die zuständige Kammer lehnte die Eröffnung des Verfahrens ab, dagegen beschwerte sich die Familie bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle.

Das dortige Oberlandesgericht entschied: Das Landgericht Stade muss verhandeln! Nun liegt der Fall wieder bei der Kammer, die die Eröffnung des Verfahrens ablehnte.
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Montag, 28. Juli 2014, 17:36:06

Man hat wirklich den Eindruck, dass harmlose ( "Marihuana und Cannabis" ) Kleinganoven und andere nicht gewaltkriminelle Personen öfter von der Polizei erschossen werden als gefährliche Gewaltverbrecher:

JETZT ERMITTELT DIE INTERNE ABTEILUNG DES LKA

Polizist schießt Dealer von hinten in den Kopf

(...)

Nach einer fünfjährigen Gefängnisstrafe hatte André B. wieder mit Marihuana und Cannabis gehandelt – erneut Haftbefehl. Seine Cousine Helena (31): „Das war eine Hinrichtung.“ Andrés Mutter will nun die Polizisten anzeigen. Sie will Gerechtigkeit für ihren einzigen Sohn.

(...)


http://www.bild.de/regional/muenchen/polizeiliche-massnahmen/polizei-erschiesst-dealer-lka-kriminalpolizei-ermittelt-37000724.bild.html

Überhaupt scheint in dieser Gegend (Rosenheim) die Justiz nicht besonders engagiert zu sein, die grundgesetzliche Ordnung auch gegenüber der Polizei durchzusetzen:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/umstrittener-polizeieinsatz-in-rosenheim-prozess-ueberraschend-eingestellt-1.1354508

http://www.sueddeutsche.de/bayern/konflikt-mit-radfahrer-pruegelnder-ex-polizeichef-beschaeftigt-erneut-justiz-1.1635171
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 31. Juli 2014, 14:48:58

Neues von den Rosenheim - Cops:

Körperverletzung im Amt

Prozess gegen Polizisten: Wer schlug zuerst?

Rosenheim/Wasserburg - Im Prozess gegen einen Wasserburger Polizisten erhärtet sich der Verdacht, dass sich der 35-jährige Beamte der Körperverletzung im Amt schuldig gemacht hat. Die Information dazu lieferte ein interner Ermittler des Landeskriminalamtes.

Bild

(...)

Und jetzt kam vor dem Gericht in Rosenheim der Beamte aus dem Bereich „Interne Ermittlungen“ des LKA in München ins Spiel. Als die polizeiinternen Ermittlungen anliefen, habe man festgestellt, dass die beteiligten Beamten bereits eine Anzeige gegen den damals 53-Jährigen wegen „Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte“ erstattet hatten.

(...)

Der LKA-Beamte berichtete weiter, dass insgesamt 62 Zeugen vernommen wurden. Es ergebe sich ein klares Bild: „Die Aussage, dass der angeklagte Polizist der Aggressor gewesen ist, zog sich wie ein roter Faden durch alle Aussagen. Wesentliche Widersprüche in den Aussagen waren nicht zu erkennen.“

(...)


http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/schlug-zuerst-silvesternacht-3743557.html

Nicht neu ist die Methode, die durch rechtswidrige Polizeigewalt Geschädigten auch noch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt anzuzeigen. Das müssen die Täter sogar machen, damit ihre Schutzbehauptungen vor Gericht glaubhaft erscheinen.
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 07. August 2014, 16:04:20

Etwas Nachhilfe von einem Geschichts - Prof. für Jura - Profs. und Bundesrichter, die nix mehr merken:

KOMMENTAR Kriminalitätszuwachs

Was, wenn der Staat uns nicht mehr schützen kann?

Von Michael Stürmer

Während Staatsdiener ohnmächtig zusehen, nimmt die Kriminalität in deutschen Großstädten immer mehr zu. Die logische Konsequenz: staatliche Institutionen verlieren zunehmend ihre Existenzberechtigung.

(...)

Wenn der Staat aber nicht mehr schützt, dann mag er noch so viele Wohltaten verteilen, Daseinsvorsorge betreiben, Parksünder mahnen und Steuersünder jagen. Er verfehlt doch den Grund, warum er überhaupt existiert.

Öffentliche Institutionen zeigen sich impotent

Am Anfang stand und steht noch immer Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum: "Life, Liberty, Estate", wie die Staatsphilosophen Englands zu Beginn der bürgerlichen Gesellschaft und des schützenden Staates den Gesellschaftsvertrag formulierten. Die Bürger verzichten auf Selbstbewaffnung, zahlen Steuern und können ruhig schlafen und ihren Geschäften nachgehen.

Einer der Gründe, warum die EU im öffentlichen Bewusstsein so blass bleibt und immer weniger Zuspruch findet, liegt in ihrer Impotenz, was physische Sicherheit betrifft, während sie gleichzeitig Türen und Fenster weit öffnet für Gerechte und Ungerechte.

Kann es wirklich überraschen, dass in den Armenhäusern Ost- und Südosteuropas nicht nur Dankbarkeit und Gesetzestreue wohnen? Und dass das Beutemachen auf der Sonnenseite unwiderstehliche Versuchung ist?

(...)


http://m.welt.de/debatte/kommentare/article116105497/Was-wenn-der-Staat-uns-nicht-mehr-schuetzen-kann.html


Die Verantwortlichen in der Justiz bekunden öffentlich ihre Besorgnis, dass ein Trend zur Selbstjustiz entstehen könnte, und warnen vor den möglichen Rechtsfolgen:

PANORAMA WILHELMSHAVEN 11.05.14

Verprügelte 14-Jährige – Junge, 17, sitzt in U-Haft

Ein Mädchen wird in aller Öffentlichkeit zusammengetreten. Gaffer filmen den Überfall mit ihren Handys, niemand hilft. Nun sind zwei Tatverdächtige ermittelt worden – sie sind selbst noch Kinder.

Link


(...)

Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung

"Wir warnen ausdrücklich vor Selbstjustiz", betonte Oberstaatsanwältin Frauke Wilken in Oldenburg. "Es ist ausschließlich die Aufgabe des Staates, Straftaten zu verfolgen." Gegen die Zuschauer der Misshandlungen werde wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

(...)


http://www.welt.de/vermischtes/article127878954/Verpruegelte-14-Jaehrige-Junge-17-sitzt-in-U-Haft.html


Ich denke mal, dass frühzeitigere Haftstrafen, "Warnschussarreste" usw. für die ursprünglichen Aggressoren die bessere Idee wären. Solche feigen Überfälle wie in dem vorliegenden Fall, die dann auch noch abgefilmt und ins Netz gestellt werden, generieren bei den Angehörigen der Opfer echten Hass, dem irgendwann nicht mehr durch Strafandrohungen beizukommen sein wird.
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WEIL DER VATER SIE BAT LEISER ZU SPRECHEN

Beitragvon schlau » Dienstag, 23. September 2014, 15:39:16

Jugendliche schlagen Familie auf Zugfahrt krankenhausreif

Berlin – Drei junge Männer haben eine Familie in einem Regionalzug nach Strausberg krankenhausreif geschlagen!
Der 29 Jahre alte Familienvater hatte die höchstens 20-Jährigen darum gebeten, leiser miteinander zu reden. Daraufhin schlugen diese ihm sofort ins Gesicht.
Sie verletzten auch seine 32-Jährige Frau und deren sechs Jahre alten Sohn.
Die Familie musste nach der Tat am Samstagabend ins Krankenhaus gebracht werden. Die Suche nach den geflüchteten Tätern verlief zunächst erfolglos. Eine Auswertung der Überwachungskameras in der Bahn soll weitere Erkenntnisse bringen.
Wie die Bundespolizei am Montag in Berlin mitteilte, war die Familie von Münchehofe (Landkreis Dahme-Spreewald) nach Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland) unterwegs.


http://www.bild.de/regional/berlin/regi ... .bild.html

wer die drei gewesen sind, sie müssen sofort in den Knast und nie wieder raus. Diese Schweine
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Re: Gewalt in der Öffentlichkeit

Beitragvon GG146 » Dienstag, 23. September 2014, 15:45:22

Der Bericht im Tagesspiegel ist in diesem Fall etwas informativer als der in der Bildzeitung:

(...)

Videobilder werden am Dienstag ausgewertet

Gegen das Schlägertrio wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Laut Bundespolizei sollen die Bilder der Überwachungskamera am Dienstag ausgewertet werden. "Sind die Täter eindeutig zu erkennen, werden wir eine Öffentlichkeitsfahndung bei der Staatsanwaltschaft Berlin beantragen", sagte eine Sprecherin.

(...)


http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/uebergriff-in-der-oderlandbahn-in-brandenburg-vater-bittet-um-ruhe-schlaegertrio-verpruegelt-familie/10740898.html

Diese feigen Schweine werden sie mit Sicherheit erwischen.

Ich habe mich Ende Dezember 2007 anlässlich des Überfalls zweier jugendlicher Schläger auf einen Rentner in der Münchener U-Bahn das erste Mal überhaupt auf einem Internetforum registrieren lassen (web.de). Damals dachte ich noch, dass (wenn überhaupt) politische Bewegung von unten in Deutschland nur wegen der Gewalt in der Öffentlichkeit und der opferfeindlichen Gesetze bzw. Rechtsprechung entstehen könne. Tatsächlich haben dann die Piraten mit Internetthemen und die AfD mit Finanzthemen Erfolge erzielt.

Solange die meisten Menschen diese Prioritäten setzen, kann die Menschenwürde nur auf dem Papier das höchste Rechtsgut im Staate sein, nicht aber in der gesellschaftlichen Realität. Politische und staatsrechtliche Errungenschaften muss man leben und nicht nur in Sonntagsreden herunterleiern, sonst verkümmern sie.

Dass die Gewalt noch schlimmer werden wird, glaube ich auch. "Du Opfer" ist ja bereits ein geläufiges Schimpfwort in gewaltgeneigten Kreisen. Wenn die Menschen sich selbst und ihre Familien nicht konsequent zu schützen bereit sind, ernten sie nur Verachtung von diesen Typen und ermutigen sie zu noch mehr Gewalt.
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