Neues aus der Medienwelt

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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Dienstag, 21. Oktober 2014, 16:54:04

Im Netz herrscht Aufregung um den Ausschluss der "heute show" aus dem Bundestag:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 98173.html

Wenn der Bundestag in jeder Woche mehrmals als Hohn- und Spottbude durch die Medien geistern würde, wäre das auch wieder vielen Leuten nicht recht.
Wie man`s macht ...

Übrigens hat Humorlosigkeit bei deutschen Verfassungsorganen Tradition. Hape Kerkeling wollten sie auch nicht ins Bundespräsidialamt lassen. ;)

Link


Auf der Seite der Petition gegen den Ausschluss der "heute show" aus dem Bundestag habe ich mal auf der Kontra - Seite gepostet: ;)

(...)

Demokratie wird lebendig auch durch den satirischen Blick auf politisch relevante Themen und Personen. In diesem Sinn ist der Ausschluss der „Heute Show“ ein Schritt in Richtung Tod der parlamentarischen Demokratie.

(...)


https://www.openpetition.de/petition/argumente/drehverbot-fuer-die-heute-show-im-bundestag-aufheben


Tod der parlamentarischen Demokratie? Der einzige parlamentarische Todesfall in der jüngeren Zeit war eine politisch verantwortungsunfähige Spaßpartei namens FDP. Die deutschen Verfassungsorgane generieren schon genug unfreiwillige Realsatire. Da sehe ich überhaupt keinen Bedarf an einem kostenlosen staatlichen Dauerservice für die medial allgegenwärtigen Commerzclowns.
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 23. Oktober 2014, 17:20:51

Diese Verschwörungstheorie um den Tod des Total - Chefs de Margerie in Moskau wird mittlerweile auch von westlichen Autoren* vertreten:

Verschwörungstheorien: Russische Hardliner spekulieren über Tod von Total-Chef

(...)

Der staatliche Sender "Radio Westi" kommentierte, der Fall weise "zu viele Zufälle" auf, als dass es sich um einen tragischen Unfall handeln könnte. Russische Blogger sprachen sogar von einer "öffentlichen Hinrichtung".

De Margerie hatte in Russland an einem Investmentforum teilgenommen. Bei seinem Auftritt verurteilte der Manager die westlichen Sanktionen als "ungerecht und kontraproduktiv". Total werde den Strafmaßnahmen Folge leisten. Gleichwohl bleibe sein Unternehmen "Russland treu".


http://www.spiegel.de/politik/ausland/total-chef-christophe-de-margerie-verschwoerungstheorien-um-tod-a-998591.html



* Z. B. von Rainer Kahni und Gottfried Böhmer auf "Freunde der Künste":

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/reden-ist-silber/meinung/christophe-de-margerie-verschwoerungstheorie-oder-doch-mord-der-freund-der-russen-ist-tot.html
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Samstag, 22. November 2014, 17:15:45

Vom privaten GG-Forum hierher kopiert:

Staber hat geschrieben:Der Schwarze Kanal: Kontensperrung für Schröder

Neue Sanktionen gegen Russland stehen an. Doch auf der Liste der Bösewichte fehlt ein Mann: Altkanzler und Putin-Buddy Gerhard Schröder. Dabei hätte er sich seinen Platz redlich verdient.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 83411.html

Wer Putin (ehemaliger KGB Agent in Dresden) der deutschen Öffentlichkeit als "lupenreinen Demokrat verkauft" und mit der vermurksten Agenda 2010 millionenfach Menschen zu Almosen-Empfängern macht und der Bürokratie zum Fraß vorwirft, dem gehörten tatsächlich die Konten gesperrt und der Reisepaß entzogen! Von den Ferkeleien mit Maschmeier und Riesterrente zu Gunsten der Versicherungswirtschaft gar nicht zu reden.
bumms.gif
bumms.gif (904 Bytes) 288-mal betrachtet


Wer da etwas nicht eingesehen bzw. verstanden hat, ist hier aber sehr fraglich:

S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Kontensperrung für Schröder

(...)

Dass ein deutscher Regierungschef nur wenige Wochen nach dem Abschied aus dem Amt nicht bei einem Unternehmen anheuern kann, das zur Hälfte einem ausländischen Staatskonzern gehört, womit er faktisch in den Dienst einer fremden Macht tritt, hat er nie eingesehen - und wenn, war es ihm egal.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/ausland/fleischhauer-ueber-sanktionen-gegen-schroeder-kolumne-a-983411.html

Herr Fleischhauer übersieht nämlich, dass Deutschland bislang eines von wenigen Ländern auf der Welt ist, in denen Politikerkorruption schon von Gesetzes wegen kaum eingegrenzt wird:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-05/un-bundeskabinett-korruption-konvention
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Samstag, 20. Dezember 2014, 19:43:23

Oje ... :roll:

20.12.2014 | 16:05 Uhr 20.12.2014 um 18:27 Uhr

Vom NDR “Panorama” interviewter PEGIDA-Demonstrant war in Wahrheit ein RTL Reporter

(...)

NDR-Reporter wollen die Gesinnung von PEGIDA-Demonstranten entlarven und interviewen einen RTL-Reporter, der “verdeckt” unterwegs ist und dem nichts Besseres einfällt, als “in der gespielten Rolle eines PEGIDA-Anhängers” zu bleiben. Dem NDR und RTL kann man hier noch nicht mal einen Vorwurf machen, dem Reporter schon. Die Absicht des “Panorama”-Teams, die Ansichten der PEGIDA-Leute zu entlarven, ging damit gründlich nach hinten los. Stattdessen haben die Anhänger der “Lügenpresse”-Theorie nun frisches Futter. Dümmer kann es für “die Medien” kaum noch laufen.


http://meedia.de/2014/12/20/vom-ndr-panorama-interviewter-pegida-demonstrant-war-in-wahrheit-ein-rtl-reporter/

Zumindest dem NDR kann man hier wohl wirklich keinen Vorwurf machen, RTL muss sich aber m. M. n. durchaus den Vertrauensschaden zurechnen lassen, wenn eine gewollte manipulative Strategie wegen eines Fehlers des zuständigen Mitarbeiters eskaliert.

Aber auch die öffentlich - rechtlichen Sender haben jetzt das Problem, dass sie mit den unseriösen Akteuren der Privatsender in einem Boot namens "Mainstream - Medien" sitzen. Wenn es auf demonstrierende Normalbürger zurückfällt, dass in ihren Reihen Rechtsradikale mitlaufen, dann fällt es erst recht auf Medienprofis zurück, in deren Reihen miese Zinker an demselben Thema arbeiten.

Siehe auch:

http://kommunikation.rtl.de/de/pub/aktuell/i70216_1.cfm
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Montag, 22. Dezember 2014, 19:38:27

Die Goebbels - Schüler von der Bildzeitung versuchen mal wieder, leichtgläubige Menschen aufzuhetzen:

VERSÖHNUNGSVORSCHLAG

Muslimische Lieder im Weihnachts-Gottesdienst

(...)

Es soll eine Geste des Friedens, ein Zeichen der Verständigung sein: Christen sollen in den Gottesdiensten an Heiligabend auch ein muslimisches Lied singen!

Das regen Politiker und der Zentralrat der Muslime in Deutschland an.

„Es wäre ein tolles Zeichen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen, wenn in der Kirche ein islamisches Lied gesungen würde und in der Moschee ein Weihnachtslied“, sagte der Grünen-Menschenrechtsexperte Omid Nouripour (39) zu BILD.

(...)


http://www.bild.de/politik/inland/weihnachten/weihnachts-gottesdienst-mit-muslimischen-lieder-39069240.bild.html


Vom Facebook - Profil Omid Nouripours hierher kopiert:

Erklärung zur Meldung der BILD-Zeitung, ich hätte gefordert, zu Weihnachten islamische Lieder in Kirchen zu singen:
Am letzten Dienstag rief mich eine Journalistin der BILD-Zeitung an und fragte mich, ob ich bereit wäre die Forderung zu erheben, als Zeichen des friedlichen Zusammenlebens in Kirchen zu Weihnachtszeit ein islamisches Lied gesungen werden soll. Der Kontext sei die übliche „gute Nachrichten“-Ausgabe der BILD-Zeitung vor Weihnachten.

Meine Antwort war, dass die Forderung nur dann Sinn mache, wenn dann auch Weihnachtslieder in der Moschee gesungen werden würden.
Das ist alles. Diese Konditionalität wird im Kontext des BILD-Artikels nun verschwiegen. Zudem suggeriert die Überschrift Falsches. Sie lautet:

„Versöhnungsvorschlag
Muslimische Lieder im Weihnachtsgottesdienst“

Der Vorschlag, wie er da steht, ist von der BILD-Zeitung – einem Politiker muslimischen Glaubens in den Mund gelegt. Mein Vorschlag war der eines Austauschs. Es würde auch vielen deutschen Moscheen gut zu Gesicht stehen, wenn dort die Weihnachtszeit besinnlich begangen werden würde.

So manche Reaktionen auf meiner Facebook-Seite zeigen, wie richtig mein Vorschlag eigentlich ist. Der gesellschaftliche Graben, der sich in unserem Land derzeit auftut, ist nicht der zwischen Christentum und Islam, sondern der zwischen demokratischen Kräften und der Feinde der Demokratie – ob Islamisten oder Pegida. Der Schulterschluss der Demokraten ist notwendig, nicht eine weitere Spaltung der Gesellschaft – wie ihm der Artikel der BILD-Zeitung Vorschub leistet.

Euch allen eine gute Zeit und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Ich gehe nun los und kaufe mit der Familie einen Tannenbaum – aus ökologisch bewirtschaftetem Anbau!


Die Redaktion denkt sich also etwas aus, was in der ohnehin schon angespannten Situation die Gemüter weiter aufzuheizen geeignet ist, ruft dann Politiker an und fragt nach deren Meinung zu der Idee, um die Antwort dann halbiert bzw. sinnentstellt als Vorschlag der angesprochenen Politiker zu verkaufen.

Ganz im Ernst: Für mich ist so etwas nicht von der Pressefreiheit gedeckt. Die absichtliche und geschäftsmäßige Irreführung der Öffentlichkeit sollte strafrechtlich verboten werden.
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Dienstag, 23. Dezember 2014, 22:18:56

Für Jan Fleischhauer haben "die obskuren Ecken des Internets" PEGIDA hervorgebracht:

Protestkultur und Pegida: Aufmarsch der Netzverschwörer

In Dresden können wir erkennen, wie eine Öffentlichkeit aussieht, die ihre Informationen nur noch aus obskuren Ecken im Netz bezieht. An die Stelle der Statistik tritt die Dunkelziffer. Diskutieren mit Pegida? Unmöglich.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-die-demonstrationskultur-von-pegida-a-1010093.html


Dazu habe ich (nach längerer Zeit mal wieder) einen Kommentar auf dem Spiegel - Forum geschrieben:

So sieht`s aus

Zitat von agua
Dass in der Presse bewusst Stimmung gegen die südeuropäischen Länder gemacht wurde. Es bedurfte Sündenböcken.


Einige Redaktionsartikel der Springerpresse zum Thema Griechenland hätte man auf Facebook und manchen größeren Internetforen per Verstoßmeldung sperren lassen können ...


http://www.spiegel.de/forum/politik/protestkultur-und-pegida-aufmarsch-der-netzverschwoerer-thread-210841-25.html#postbit_22323547
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon schlau » Mittwoch, 21. Januar 2015, 12:52:43

Auf der Achse hat sich eine Stimmung breit gemacht

Na dann ohne mich von Michael Miersch

Auf der Achse hat sich eine Stimmung breit gemacht, der kaum noch etwas gemein hat mit der ursprünglich liberalen, weltoffenen und aufgeklärten Haltung dieses Autorenblogs. Als wir vor fast elf Jahren die Achse gründeten, waren die heute vorherrschenden Sichtweisen ziemlich genau das Gegenteil von dem, was wir wollten. Der kulturpessimistische, anti-westliche, national-konservative Gegenpol zur Achse wurden damals von Publizisten wie Konrad Adam und Alexander Gauland repräsentiert, die heute zur Führungsriege der AfD zählen. Beide Herren sind ihrer Weltanschauung treu geblieben und haben damit in jüngster Zeit viel Zulauf gewonnen. Ihr Erfolg geht leider so weit, dass sogar Achse-Autoren diese Partei und ähnlich gestrickte Protestbewegungen wie Pegida verteidigen. Einige sympathisieren ganz offen mit deren Zielen und erklären die Dresdener Demonstranten zum unterdrückten „Volk“, welches sich gegen das „System“ wehren müsse.


Im Laufe meines Journalistenlebens habe ich viele Hass-Mails bekommen (vornehmlich von Islamisten, Tierrechtlern und Öko-Fanatikern). Die Mails der vergangenen Monate haben deren aggressive Geistesarmut noch unterboten. Das ist eine schmerzliche Entwicklung. Zumal gerade die Achse sich zuvor durch viele differenzierte und kenntnisreiche Leser-Kommentare auszeichnete.


Ich bekam auch einige (aber im Verhältnis zu Welle der Hass-Mails wenige) E-Mails von Lesern, die sich um den Kurs der Achse Sorgen machen. Allerdings meist mit dem Vermerk, sie nicht als Leser-Kommentare zu veröffentlichen, weil man sich nicht beschimpfen und anpöbeln lassen möchte. Darunter auch welche von Lesern aus Dresden, die die Sympathie einiger Autoren für die dortigen Abendland-Demonstranten nicht fassen konnten.


Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass massenweise Leser aus dem AfD-Pegida-Umfeld angezogen wurden, die sich auf den Leser-Kommentarseiten der Achse entfalten. Viele dieser Leser-Kommentare können wegen ihrer Wortwahl und ihrem offenen zu Schau getragenen Hass gar nicht erst veröffentlicht werden. Sie verhöhnen Autoren wegen ihrer nicht deutsch klingenden Namen und wüten gegen alles, was nicht in ihr geschlossenes Weltbild passt.

Es ist besser, wenn ich mich als Autor, Redakteur und Herausgeber der Achse zurückziehe. Denn ich merke, der Versuch gegenzusteuern, kostet zu viel Kraft und Nerven.


http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... _ohne_mich

gut geschrieben. Ich kann ihn verstehen.
schlau
 
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Montag, 02. Februar 2015, 19:47:55

Die Sau wird neuerdings auf Facebook durch`s Dorf getrieben:

Link


Ich plaudere derzeit etwas mit den dortigen Linksparteilern zu dem Thema: ;)

1990 wurde der Bundesrepublik überhaupt nichts aufgenötigt, im Gegenteil. Den abschließenden Vertrag mit "2 + 4 - Vertrag" zu überschreiben und den Begriff "Friedensvertrag" zu vermeiden, war ausschließlich dem handfesten deutschen Interesse geschuldet, auch anschließend Reparationsforderungen abwimmeln zu können. Die sind nämlich laut Londoner Schuldenabkommen bis zum Abschluss eines Friedensvertrages vertagt.

Im Ernst: Es gäbe weiß Gott viele ernsthafte Verfassungsprobleme zu erörtern, wer aber die Souveränität der Bundesrepublik und den Verfassungsrang des GG bestreitet, heult mit den braunen Wölfen und macht sich zum nützlichen Idioten des wirtschaftlichen und politischen Establishment, dem jede Ablenkung von wirklich wichtigen Verfassungsfragen wie der Beurteilung der neuzeitlichen Bauernlegerei (H 4 und Billiglöhne) im Lichte des Grundgesetzes zu beurteilen ist, sehr gelegen kommt.


https://www.facebook.com/groups/157776064346989/379722445485682/
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Sonntag, 12. April 2015, 18:01:51

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Internetseiten und Facebook - Gruppen, die sich über Verschwörungstheoretiker lustig machen. Das habe ich heute in der Facebook - Gruppe "Zentralrat der wahnwichtelnden Aluhutträger" gesehen und kommentiert:

Bild

>> ob die bundesregierung genervt war ... :) ? <<

Eigentlich kann es unsere politische Klasse als sanftes Ruhekissen betrachten, wenn solche Vollidioten die außerparlamentarische Fundamentalopposition bestimmen.

So kann da kaum etwas entstehen, was für die bestehenden Verhältnisse wirklich bedrohlich werden könnte.
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Re: Neues aus der Medienwelt

Beitragvon GG146 » Montag, 27. Juli 2015, 18:07:59

Der junge Mann hat sich sein "Risiko Internet" selbst geschaffen und ist voll auf die Nase gefallen:

26. Juli 2015, 17:24 Uhr

Porsche-Lehrling

Rassismus gehört geächtet - aber nicht so

Porsche kündigt einen 17-jährigen Lehrling wegen eines rassistischen Facebook-Kommentars. Das klingt konsequent, nutzt aber niemandem - außer Porsche selbst.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/politik/pors ... -1.2583179

Viele andere Zeitungen sehen die fristlose Kündigung ähnlich kritisch wie die SZ. Beispiele:

http://www.focus.de/panorama/welt/er-ve ... 41639.html

http://www.bild.de/politik/inland/fremd ... .bild.html

Man muss sich aber vergegenwärtigen, dass es im Arbeitsrecht / Kündigungsschutzrecht anders als im Jugendstrafrecht nicht ausschließlich um die erzieherische Einwirkung auf den Übeltäter geht, sondern auch um berechtigte Interessen des Arbeitgebers. Porsche darf sich durchaus "selbst nützen", wenn der Nutzen in der Meidung unzumutbarer Risiken für das Unternehmen liegt. Einem in die ganze Welt exportierenden Autohersteller dürfte es tatsächlich nicht zumutbar sein, wegen mutmaßlich rassistisch eingestellter Teile der Belegschaft durch alle Medien gereicht zu werden. Die Kündigung ist also sehr wahrscheinlich nicht rechtlich angreifbar.

Trotzdem bleibt ein übler Beigeschmack, wenn das Arbeitsrecht ermöglicht, was das Jugendstrafrecht unbedingt vermeiden will: Kleine Sünder so abzustrafen, dass sie sozial vernichtet und mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu großen Verbrechern werden können.
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