Wir können auch anders

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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Donnerstag, 15. Mai 2014, 17:43:26

Gerade auf Facebook gesehen und kommentiert:

Ungerechte Gesellschaft: Die Deutschen lassen sich zu viel gefallen

Eine Kolumne von Jakob Augstein

Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-ungerechtigkeit-in-deutschland-a-969544.html

Das fragt Herr Augstein bei der Vorstellung dieses Artikels auf seinem Facebook - Profil:

>> Das ist für mich immer schon das große Rätsel: warum machen die Leute so viel mit? Eine der Antworten: die Medien stehen nicht immer auf der richtigen Seite, um es vorsichtig zu formulieren ... <<

Meine Antwort:

Sehr richtig. Diese Anzeige einer Gruppe von Aktivisten gegen die neofeudalistische Entwicklung in unserer Zeit wurde noch nicht einmal von einer eher linken Zeitschrift geschaltet:

Bild

Die Idee einer generellen gesetzlichen Vermögensbeschränkung passt eben keinem einzigen reichen Erben, nicht einmal denen, die sich in der Rolle des Salonbolschewisten gefallen.

P. S.

Die Anzeige wurde von Augsteins "Freitag" abgelehnt. ;)
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Montag, 07. Juli 2014, 22:08:51

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

ICH SEHE MISTGABELN

Bild

(...)

In Zeiten wo Menschen wie Du und ich über die Plutokratie träumen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im Rückstand. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer schlimmer. Und sie wächst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich, Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass dies Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution.

Uns so habe ich eine Botschaft für meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reichtümer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufstände.

(...)


https://independent24.wordpress.com/2014/07/03/ich-sehe-mistgabeln/

Inhaltlich kann man das schon seit Henry Ford ( "Autos kaufen keine Autos" ) immer wieder neu lesen, aktuell u. a. hier:

http://meudalismus.dr-wo.de/

Aus der Feder bzw. Tastatur des Milliardärs Hanauer liest sich das aber nicht nur überzeugend, sondern nachgerade unabweisbar wie eine Formel eines renommierten Naturwissenschaftlers. Der Herr wird den Verleugnern und Verharmlosern des neuen Feudalismus` noch einiges Kopfzerbrechen bereiten ....
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Sonntag, 19. Oktober 2014, 15:31:40

Im April hat der REWE - Konzern einen Einzelhändler aus der Genossenschaft geworfen, weil er eine Praktikantin 8 Monate lang (!) als kostenlose Arbeitskraft ausgenutzt hatte. Außerdem hat das Arbeitsgericht Bochum den Händler zur Nachzahlung von 17.000 Euro Arbeitslohn verurteilt:

01.04.2014

Supermarkt-Praktikantin

Rewe trennt sich von Ausbeuter-Chef

(...)

Rewe in Dortmund hat sich von einem Marktbetreiber getrennt, der einer Praktikantin acht Monate lang kein Geld gezahlt hatte. Der Fall war publik geworden, weil das Arbeitsgericht Bochum den Leiter vergangene Woche zu einer Nachzahlung von rund 17.000 Euro an die junge Frau verurteilt hatte.

Bereits kurz danach kündigte das Unternehmen Konsequenzen an. Am Dienstagnachmittag erklärte Rewe nun, man habe sich von dem Marktleiter getrennt.

(...)


http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/rewe-entlaesst-marktleiter-der-praktikantin-17-000-euro-zahlen-musste-a-962004.html


Jetzt hat das Landesarbeitsgericht Hamm das Urteil aufgehoben und die Klage abgewiesen:

Praktikantin verliert vor Gericht: Acht Monate im Supermarkt schuften, 0 Euro Lohn

(...)

Vor dem Landesarbeitsgericht hatte das Urteil nun keinen Bestand. Die Frau habe keinen Anspruch auf Zahlung von Arbeitsentgelt, da zwischen den Parteien kein Arbeitsverhältnis begründet worden sei, urteilten die Richter.

Zwar habe die Klägerin zumindest teilweise reguläre Arbeit gemacht. Dies sei allerdings "im Rahmen eines sozialversicherungsrechtlich geprägten Praktikantenverhältnisses" geschehen. Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert und in dieser Zeit Leistungen der Arbeitsagentur erhalten. Die Revision ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu.

(...)


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/frau-erhaelt-kein-geld-fuer-8-monate-praktikum-im-supermarkt-a-997765.html

Eine zutiefst asoziale Ausbeutermasche, die außer dem erstinstanzlichen Arbeitsgericht auch noch der Großkonzern REWE als illegitim und illegal angesehen hatte, wird also dem uneinsichtigen Volk von oben als wirtschaftliche Praxis aufgezwungen. Nach dem Willen des Landesarbeitsgerichts sollen mithin künftig AlG II - Empfänger auf Kosten des Steuerzahlers fast ein Jahr unentgeltlich arbeiten, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Ich weiß nicht, wessen Interessen hier verfolgt werden. Vermutlich ist das Teil des politischen Großprojekts "Billiglohnstandort" Deutschland. Jedenfalls richtet sich das gegen die Grundsubstanz der wirtschaftlich relevanten Teile des Grundgesetzes und damit gegen die grundgesetzliche Ordnung insgesamt. Sabotage am Grundgesetz zu ermöglichen ist aber nicht der Sinn der Unabhängigkeit des Richters. Wenn die Deutschen sich jemals aufraffen können sollten, eine neue Verfassung nach Artikel 146 GG zu beschließen, müssen deshalb auf jeden Fall Abwehrkräfte gegen Saboteure innerhalb der 3. Gewalt darin enthalten sein.
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Sonntag, 02. November 2014, 17:49:44

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Negativzinsen

Wer spart, muss zahlen!

Die ersten Banken verlangen jetzt Strafzinsen auf Sparguthaben. Wie absurd ist das denn?

(...)

Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist für ihre vermögenden Kunden seit dem 1. November bitterer Ernst: Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank hat, erhält dafür nicht etwa Zinsen – nein, stattdessen ist eine Strafgebühr von 0,25 Prozent fällig. Erstmals in Deutschland bringt ein Tagesgeldkonto ganz normalen Kunden keine Zinsen, kein Geld mehr ein. Sondern es kostet sie Geld.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/strafzinsen-auf-sparguthaben-wer-folgt-der-skatbank-13242587.html


>> Die Vermögenssteuer kommt! Wurde ja auch Zeit, dass die Banken offen Politik betreiben, nachdem wir sie vor ein paar Jahren schon mit Steuergeldern als "systemrelevant" den Arsch retten mussten. Blöd bloß, dass diese Art der Vermögenssteuer dem Bundesbürger überhaupt keine Vorteile einbringen wird. <<

Wenn über mehr als 30 Jahre hinweg die Reallöhne stagnieren und zeitweilig sinken, während sich die Privatvermögen mit Schwerpunkt auf den ganz großen Haufen vervielfachen, gibt es eben irgendwann nicht mehr genug solvente Zins- und Mietenzahler zur Bedienung dieser Vermögen.

Die Liberalen haben in der ganzen Epoche der massiven Vermögensverdichtung jede noch so perfide Sabotage am Sozialstaatsprinzip mit dem Verweis auf die Marktgesetze legitimiert. Wenn ausgerechnet diese Leute jetzt über die Folgen des Überangebots an Kapital jammern, ist das einfach nur unfreiwillige Satire.
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Mittwoch, 05. November 2014, 18:07:58

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Mittwoch, 5. November 2014

"Bild"-Zeitung entlarvt GDL-Chef Claus Weselsky als Dämon aus der Niederhölle

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Berlin (dpo) - Viele haben es schon seit Längerem vermutet, nun herrscht Gewissheit: Claus Weselsky ist offenbar ein Dämon, der von Luzifer persönlich aus der 7. Niederhölle gesandt wurde, um Stillstand und Verderben über die Menschheit zu bringen. Das berichten übereinstimmend und in gewohnt sachlicher Manier Bild, B.Z., Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost in ihren morgigen Ausgaben.

(...)


http://www.der-postillon.com/2014/11/bild-zeitung-entlarvt-gdl-chef-claus.html


>> Das wir Regeln überdenken müssen, steht außer Frage. Nur zur Zeit mach eine kleine Gewerkschaft das Drecksgschäft, für das sich unsere "Harry Tisch Gewerkschaften" zu fein sind. <<

Die großen Gewerkschaften sind sich für nichts zu fein.

Die sind einfach nur korrupt und wirken auf der Seite der Arbeitgeber am Großprojekt "Billiglohnstandort Deutschland" mit. Gewerkschaftbonzen wie Hansen und Hartz beziehen dann auch noch fette Vorstandsposten auf der Arbeitgeberseite.

Mit der Unterstützung aller Medien - Großunternehmer und des Parteienfunks funktioniert das auch noch. Die deutschen Billiglöhner und zukünftigen Billiglöhner (zusammen fast alle) solidarisieren sich mit den Milliardären und Multimillionären im Kampf gegen die kleine Gruppe, die sich nicht freiwillig zu Spottbilliglöhnern und Aufstockern degradieren lassen will.
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Samstag, 08. November 2014, 23:33:05

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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Mittwoch, 03. Dezember 2014, 14:41:02

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

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>> Das zukünftige Glück des Volkes ist doch den Sozialisten egal! Macht heute - mehr zählt nicht. <<

Was auch immer Sozialisten mit der deutschen Wirtschaft angestellt hätten, wenn sie in den vergangenen 40 Jahren die Möglichkeit dazu gehabt hätten - mit den Spottzinsen für Staatsanleihen haben sie definitiv nichts zu tun. Tatsächlich haben nämlich nur Konservative und neoliberale Pseudo - Sozialdemokraten die Strippen gezogen und die Früchte des gesamten Wirtschaftswachstums auf wenige große Haufen geschaufelt.

Wenn aber über einen so langen Zeitraum die Masseneinkommen stagnieren und die größeren Vermögen sehr stark wachsen, gibt es irgendwann ein Überangebot an Kapital bzw. zu wenige solvente Zins- und Mietenzahler. Die alleinigen Verursacher der globalen Finanzkrise - Konservative und Liberale - jammern jetzt, zeigen mit ausgestrecktem Zeigefinger auf irgendwelche imaginären Sozialisten und schreien "haltet den Dieb".

Blöder geht`s wirklich nicht mehr, das durchschaut irgendwann unabhängig vom Bildungsstand jeder Normalbürger. Und dann gibt es neue Mehrheiten und eine neue Chance für die echten Sozialisten, etwas anderes als den alten Murks abzuliefern.

Bei diesem 2. Experiment bin ich allerdings auch nicht sehr optimistisch.
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Samstag, 09. Mai 2015, 20:12:31

So so ...

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Kommt auch nicht oft vor, dass jemand sich auf der Autobahn von Lokomotivführern angedrängelt fühlt. Da sollte die Bildzeitung sehr auf Quellenschutz achten, sonst bekommt ihr Informant noch eine Vorladung zur MPU ...

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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Samstag, 04. Juli 2015, 15:43:54

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Nach illegaler Räumung in Berlin

Familien mit Kindern obdachlos

(...)

Die Grunewaldstraße 87 ist seit Monaten in den Schlagzeilen, weil der Eigentümer den maroden Teil des Hauses an rumänische Familien vermietet hat, die dort offenbar in völlig überbelegten Wohnungen und unter katastrophalen Bedingungen leben. Nun versucht der Vermieter, die Mieter wieder loszuwerden, mit illegalen und kriminellen Methoden, wie ein Anwalt sagt. Doch bislang traut sich niemand der Betroffenen bei der Polizei Anzeige zu erstatten, weil offenbar zwei „Hausmeister“ die Menschen massiv einschüchtern und bedrohen. Aus demselben Grund, so der Anwalt, wage auch keiner der Mieter, gegen seine Räumung aus dem Haus zu klagen.

Doch eine Zivilklage gegen den Vermieter ist nach Auffassung des Bezirks der einzig rechtlich gangbare Weg, wie Klotz bekräftigte. Amaro Foro dagegen sagt, eine zivilrechtliche Klage „ist den Familien aufgrund der massiven Drohungen, denen sie ausgesetzt waren, nicht zuzumuten“. Der Bezirk dagegen könne „ohne Weiteres ein Verfahren gegen die Eigentümerin einleiten“.


http://www.taz.de/!5209790/

>> Doch bislang traut sich niemand der Betroffenen bei der Polizei Anzeige zu erstatten, weil offenbar zwei „Hausmeister“ die Menschen massiv einschüchtern und bedrohen. Aus demselben Grund, so der Anwalt, wage auch keiner der Mieter, gegen seine Räumung aus dem Haus zu klagen. <<

Wenn die grundgesetzlichen Ordnungsprinzipien nicht nur auf dem Papier stünden, sondern in gesellschaftliche Realität umgesetzt worden wären, würden solche Hauseigentümer ohne Entschädigung enteignet, siehe Art. 18 GG: http://dejure.org/gesetze/GG/18.html
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Re: Wir können auch anders

Beitragvon GG146 » Sonntag, 05. Juli 2015, 18:59:56

Zu der Homepage "wir können auch anders" gibt es jetzt ein ganz neues Forum (wo man sich selbst freischalten kann):

http://wir-koennen-auch-anders.phpbb8.de/

Wer nicht möchte, dass das Thema einschläft, kann da ja mal guten Tag sagen. :)
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